Studie zu Smart-Meter-Tarifen
Der Leipziger Informationsdienstleister Get AG wertet in einer ersten Kurzstudie 17 angebotenen Smart-Meter-Tarife aus und verglich diese mit den Tarifen der regionalen Grundversorger. Vorrangig wurden Tarife in Baden-Württemberg und Nordrhein-Westfalen unter die Lupe genommen. Ab Januar 2011 sind die Energieversorger verpflichtet ihren Kunden variable Tarife anzubieten, um den Stromverbrauch besser steuern zu können und um die Kunden zu stromsparendem Verhalten zu animieren.
Variable Tarife lohnen bisher kaum
Sowohl Boni als auch Umstellungskosten auf die Smart-Meter (intelligente Stromzähler) wurden in den Berechnungen berücksichtigt.
Es wurden mehrere Beispiele berechnet, beispielsweise lohnt sich der Tarifwechsel bei einem Jahresverbrauch von 2.500 kWh Strom in 9 von 16 Fällen bereits im ersten Jahr, Spareffekte wurden fanden keine Berücksichtigung. Bei einem Stromverbrauch von 4.000 kWh jährlich rechnet sich ein Wechsel lediglich in 2 Fälle, bei denen die Einrichtungsgebühr wegfiel.
Die Stadtwerke Bielefeld bieten der Studie zufolge das differenzierteste Tarifmodell an. Es sieht eine feste Nachttarifzeit vor und an den Werktagen fünf Hochtarifzonen und vier Preisstufen. Neun Grundversorger haben variable Tarife mit zwei zeitabhängigen Preisstufen im Angebot und die restlichen sieben bieten zusätzlich einen Wochenendpreis an.